Pressestimmen 2008
24.12.08   Im Weihnachtsrausch
20.12.08   Weihnachten naht: Bleiben Sie gelassen
17.12.08   Wenn’s Wasser in de Schnut zusammelääft…
06.12.08   Musikalische Plaudereien und Sticheleinen
03.12.08   Kontrastreiches Programm begeistert
29.11.08   Eine Raupe wird zum Schmetterling
28.11.08   Erkenntnisse eines Migrantenkabarettisten
25.11.08   Zwiesprache mit Petrus und „Gebabbel“
20.11.08   Schwungvolle intelligente Unterhaltung
15.11.08   „Bekenntnis des Pfarrers…“
12.11.08   „Kann denn Schokolade Sünde sein …?“
04.11.08   Eine Franzose klärt über Deutschland auf
29.10.08   Praxismuffel in Kur - „Mich heilt keiner“
23.10.08   „Nix als hessisch“
23.10.08   „Aus dem Leben einer Mittsechzigerin“
22.10.08   Susanne Betz brilliert im „Theater am Park“ - Köstlich und kurzweilig
22.10.08   „Illusion der Sinne“
15.10.08   Auf gut Deutsch: „Wir haben fertig!“
08.10.08   Ein Gedicht für jede Lebenslage
07.10.08   Bissige Satire in nüchternen Worten
01.10.08   Berlin ist stets eine Reise wert
24.09.08   Wilhelm Busch - der „Urvater des Comics“
24.09.08   Warten auf ozonkirre Männer
20.09.08   Staubwedel und „Cool-down-Gürtel“
18.09.08   Jedes Dippsche hat sei Deckelsche
09.09.08   Lippen schweigen, Bauch spricht
26.08.08   Frauen sind keine Engel
25.08.08   Humortherapeutische Lebenshilfe
22.08.08   Vorsicht! Gedankliche Fallstricke
20.08.08   Scharfzüngige Ironie im Plauderton
13.08.08   Stimmgewaltige Hommage an den „King“
12.08.08   Stripperin mit Dauerschnupfen
07.08.08   Gefühlseruption aus dem Vogelsberg
21.06.08   Unvergesslicher Damenabend
14.05.08   Ein Tausendsassa - Harry Delor
02.05.08   Hommage für zwei bedeutende Dichter
18.04.08   Theater am Park erwartet 1000. Besucher
13.04.08   Verhängnisvolle Affären über Kreuz
02.04.08   Demnächst gibt´s eine Condomeria im Vatikan
28.02.08   Eine seltene Sternstunde des Varietés
22.02.08   Kabarettistisches Spitzenniveau im "Theater am Park"
05.02.08   Babbel net
26.01.08   Auszug aus der Wetterauer Zeitung vom 26.01.2008
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Im Weihnachtsrausch
Wetterauer Zeitung vom 24.12.2008
Trotz Weihnachtsmarkt im Sprudelhof und dem vierten Advent - oder vielleicht gerade deswegen - war die Nachmittagsvorstellung im Theater am Park gut besucht. Wer sich allerdings mit dem Programm der „Bösen Glamourösen“ auf ein besinnliches Fest einstimmen lassen wollte, hatte das Nachsehen. Denn was die Damen Iris Lamouyette und Sousanna Dawtjan auf die Bühne brachten, hatte mit friedlicher Weihnacht nichts zu tun. (…)
Iris Lamouyette hat es drauf, schauspielerisch und stimmstark das Publikum zu überzeugen. Glamourös, mit einem Glitzern in den Augen und immer neuen bitterbösen Einfällen, hielt sie die Stimmung hoch , Sousanna Dawtjan am Klavier (und nicht nur dort) unterstützte sie gekonnt. Ob wortgewandter Schlagabtausch, unkonventionelle Einlagen oder selbstironische Erkenntnisse - dieser Nachmittag stellte alles dar, was an Weihnachten passieren könnte, aber nicht sollte.

Weihnachten naht: Bleiben Sie gelassen
Wetterauer Zeitung vom 20.12.2008
Bald ist Weihnachten. Bald werden die Konflikte zum Ausbruch kommen. Alexandra Ihrig kam mit diversen Weihnachtsüberlebensformeln ins Theater am Park und bescherte ihrem Publikum einen schaurig- lustigen Nachmittag unter dem Titel „Stille Nacht allerseits!“ Sie bot eine kabarettistische Lesung mit Schauspiel, Humor und Musik und Auszügen aus der Weltliteratur. (…)
Alexandra Ihrig serviert dem Publikum die Festtage in allen Lebenslagen und Facetten. (…)
Die Kabarettistin kommentiert und würzt die Lücken zwischen Büchern temperamentvoll und in charmanter Läster-Manie, kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen und ist in ihrem Redefluss nicht zu bremsen. (…)
Mit dem schönen Text „Lass es zu“ von Erika Pluhar verabschiedete sich unter großem Beifall eine immer wieder herzerfrischende, facettenreiche und großartige Alexandra Ihrig.

Wenn’s Wasser in de Schnut zusammelääft…
Wetterauer Zeitung vom 17.12.2008
Festlich eingedeckt war in der Bad Nauheimer Lachklinik kürzlich der Speisesaal. Zu Klaviermusik und Gesang wurden Köstlichkeiten rund um die Gans kredenzt, feine Rezepturen und so manches Schmankerl zur Weihnachtszeit, bis die zahlreichen Gäste sich bogen vor Vergnügen, kräftig applaudierten und sangen. Ohne einen Nachschlag zum Dessert wollte keiner nach Hause gehen durch die nunmehr wohlig warm erleuchtete Adventsnacht.
Dass sein Theater am Park einmal mehr gut gefüllt war, freute nicht nur Ulrich Rhein, sondern auch die Bad Nauheimer Schauspielerin Gertrud Gilbert. Sie hatte für die Vorstellung ihr heiteres Vorweihnachtsprogramm „E Gans, die kimmt gerobbt ins Haus“ in den zum Theatersaal umgebauten Speisesaal des einstigen Hotels „Rosenhof“ mitgebracht. Dass das heitere Kleinkunst-Programm der Bühne inzwischen den Beinamen „Lachklinik“ eingehandelt hat, unterstrich Gilberts „Gänseseminar“ zum Schwelgen und Schmunzeln. Flüssig fügten sich üppige Mundart und Musik in die dezent elegante Art-deco-Atmosphäre des Theaters ein, dem Rhein mit kleinen klassischen Elementen bereits vorweihnachtlichen Zauber eingehaucht hatte. (…)
Zu Höchstform lief Gilbert auf beim szenisch dargebotenen Gänserezept für Alkoholiker, und niemand kam umhin, dass ihm das Wasser im Munde zusammenlief.

Musikalische Plaudereien und Sticheleinen
Wetterauer Zeitung vom 06.12.2008
Während bei der einen der Rock zu eng sitzt, was Handlungsfreiheit an der E-Gitarre aber maßgeblich einschränkt, kämpft die andere mit dem Handy, stöhnt aber mühelos und leidenschaftlich das gute alte „Je t’aime“ ins Mikro. Wenn die beiden Power-Frauen von „Queens of Spleens“ aus Frankfurt auf der Bühne für Wirbel sorgen, ist gute Stimmung garantiert. – Was Claudia Brendler an der Gitarre verspricht und verbricht, muss Connie Webs mit der Stimme wortgewaltig begleiten und ausgleichen. Ein Duo hat sich gefunden, im Theater am Park mit dem Programm „Im Rausch der Sinne“ zu Gast.
Es geht um Liebe, Lust und Leidenschaft oder einfach nur Erotik pur, per Stimme oder Saiten-Spiel, mit viel Streitgesprächen zu einem angenehmen Mix aus Comedy und Kabarett verknüpft, mit Musikanlagen einfallsreich gewürzt und abgerundet. (…)
Es sind die kabarettistischen Einlagen, die dem Programm Esprit verleihen. (…)
Die Ergänzung und das Für und Wider machen „Queens of Spleens“ zum Erlebnis. (…)
Das Programm „Im Rausch der Sinne“ lässt Raum für Originalität und Improvisation und wirbt mit viel herzlicher Selbstironie für Völkerverständigung, wenn zwei Genossinnen die russische Seele leidenschaftlich- romantisch baumeln lassen.

Kontrastreiches Programm begeistert
Crescendo-Chor nimmt Publikum mit durch die Welt der Gospels und Weihnachtlieder

Wetterauer Zeitung vom 03.12.2008
Einen Tagesbeginn mit viel Musik bescherte der Crescendo Chor aus Steinfurth am Sonntagmorgen seinen Gästen im Rahmen einer Matinee im Theater am Park. Unter dem Motto „Quer Beet“ präsentierten die 22 stimmstarken Damen unter der Leitung von Monika Böckling einen aparten Mix aus 17 Gospels, Popsongs und Weihnachtsliedern.
Bereits die erste Nummer „Soon And Very Soon“ mit einem Solo von Chorchefin Böckling sorgte für frenetischen Jubel.
Bei der in einer Fantasiesprache verfassten Hymne „Adiemus“ spiegelte die Licht-Show von Theaterleiter Ulrich Rhein die mystische Atmosphäre des Liedes.
Minutenlanger Applaus krönte den eineinhalbstündigen Trip „Quer Beet“ durch das Stamm-Repertoire des Chores, der um eine Zugabe nicht herumkam und mit „River in Judea“ einen strahlenden Schlussakzent setzte.

Eine Raupe wird zum Schmetterling
Wetterauer Zeitung vom 29.11.2008
Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten, Freunde und Bekannte- alle waren sie ins Theater am Park gekommen, um das tänzerische Können ihrer Schützlinge mitzuerleben und zu feiern. Das Ballettstudio Strauß-Asendorf unter der Leitung von Andrea Schaubach hatte einen fast zweistündigen Reigen von sieben Ballettnummern - umrahmt von acht Klavierdarbietungen – vorbereitet, der im ausverkauften Theater begeisterte Aufnahme fand. Im Blitzlichtgewitter schwebten die ganz Kleinen im Alter von drei bis vier im Tüchertanz (einstudiert von Jana Fritz) über die Bühne. (…)
Nach der Pause gaben die fortgeschrittenen Tänzerinnen eindrucksvolle Kostproben ihrer Tanzkunst, z.B. in Rondo-pas de deux (einstudiert von Andrea Schaubach). Natascha Petzold beeindruckte mit einer eigenen Choreografie – ihrem Prüfungsnachweis im Fachbereich Tanz des Sportstudiums.

Erkenntnisse eines Migrantenkabarettisten
Omurca mit „Türkenhimmel“ im „TaP“ - Vergnüglicher Dialog über Vorurteile und Formalien

Wetterauer Zeitung vom 28.11.2008
Für Künstler ein wahres Tummelfeld der Erkenntnisse und Bekenntnisse, für Kabarettisten ein Mekka und Garten Eden zugleich; die deutsch-türkischen Begegnungen in den Focus des Programms zu nehmen…
Für den deutsch-türkischen Künstler Mushin Omurca ist „Türkenhimmel“ ein Programm der Vielfalt, das nicht mehr im politischen Delta Lösungen zur Überbrückung der Differenzen ausmacht, sondern vielmehr die verbindenden Elemente erkennt… Der Reigen aus präzisen Beobachtungen und scharfen Erkenntnissen, die das Verhältnis zweier Nationen zueinander prägen, hält Einsicht zum der Stand der Dinge parat, die das Kabarett amüsiert aufbereitet…

Zwiesprache mit Petrus und „Gebabbel“
Rainer Weisbecker präsentiert sein Mundartprogramm „Gude Petrus“ im TaP

Wetterauer Zeitung vom 25.11.2008
Die „Lachklinik“ macht es möglich, Mundart aus Frankfurt zu Gast in Bad Nauheim, zwar mit einem anderen Programm als gedacht, aber auch „Gude Petrus“ hält, was es verspricht.…
Die Lieder die Weisbecker mit Gitarre zum Besten gibt, und auch die Geschichten sind „Frankfurter Gebabbel“ von einem aus Niederrad…. Manchmal makaber, manchmal Wilhelm-Busch-Romantik, aber immer der erheiternde Blick auf die Sonnen- und Schattenseiten des Lebens…
Humor ist nicht nur wenn man trotzdem lacht, sondern erzählt, wie die Komik, die der Heiterkeit verpflichtet bleibt, vom Leben zwischen Himmel und Hölle. Für das Theater am Park ein weiterer Erfolg im Kulturprogramm der Kurstadt.

Schwungvolle intelligente Unterhaltung
Susanne Betz und Frieder Arndt zeigen ihr komödiantisches Können im Theater am Park

Wetterauer Zeitung vom 20.11.2008
Geprobt wird die Kästchenszene aus Goethes legendärem Faust.
„Regisseure, Schauspieler und andere Wahnsinnige“ von Lutz Hübner - mit sechs Szenen von jeweils etwa 10 Minuten Länge aus dieser Erfolgsrevue traten die Schauspieler Susanne Betz und Frieder Arndt bei der letzten Sonntagsmatinee im Theater am Park auf.
Die politisierte Intellektuelle nach Art der 68er (sehr gut getroffen von Susanne Betz) versucht dem völlig unbedarften Laienschauspieler vergeblich beizubringen, wie er als Mann die Gretchenrolle zu spielen hat: „Du sollst keine Frau spielen, sondern einen Mann, der eine Frau spielt.“ Das will erstmal begriffen sein… Viel Applaus für diese Szene. Nach der Pause laufen dann die beiden Schauspieler – vor allem Frieder Arndt – zur großen Form auf…
Der Schlussapplaus des amüsierten bis begeisterten Publikums war das verdiente Dankeschön für eine Stunde schwungvolle intelligente Unterhaltung

„Bekenntnis des Pfarrers…“
Wetterauer Zeitung vom 15.11.2008
Mit seinem Soloprogramm „Bevor isch misch uffreesch, isses mir lieber egal“ hatte Hans Joachim Greifenstein vollen Erfolg. Die eine Hälfte vom Babenhäuser Pfarrerkabarett konnte sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Ulrich Rhein, Betreiber und Initiator des Theaters am Park in der Ludwigstraße 21, musste auch die letzte Sitzgelegenheit zur Verfügung stellen, so groß war der Andrang.
Lange Jahre war Greifenstein als Pfarrer tätig, bevor er seine Erfahrungen und Erlebnisse ins Kabarettistische umsetzte(....)
Hans-Joachim Greifenstein zieht blank, und das Publikum ist begeistert. Was man bei einem Pfarrer nicht vermuten würde, hat er doppelt auf der Pfanne. In der Pause zeigt sich Greifenstein publikumsnah und redefreudig, mischte sich unter die erheiterten Gäste und stand gerne Rede und Antwort.

„Kann denn Schokolade Sünde sein …?“
Wetterauer Zeitung vom 12.11.2008
„Das Schokoladenmädchen“ Madeleine (Susanne Betz) war aus dem gleichnamigen Bild von Jean-Etienne Liotard (franz.-schweiz. Maler 1702-1789) herausgetreten, um dem Publikum etwas über sein Leben zu erzählen.
Susanne Betz begleitete es auf die Reisen in die neue Welt über Mexiko und wieder zurück über Spanien nach Berlin, wo es in einem Waschhaus verstaubte. (…) Das Publikum erfuhr Wissenswertes über die kleine Bohne auf den Weg durch die Jahrhunderte, über die Schokolade, die ursprünglich in flüssiger Form genossen wurde. (…) Mit einem süßen Genuss der Confiserie Edgar Odenkirchen aus Bad Nauheim konnten sich die Besucher von der heutigen Qualität und den zarten Schmelz eines Trüffel überzeugen.
Nach dem „zarten Schmelz“ des ersten Teils des Programms kam der zweite etwas „grobkörniger“ daher, als „Dante Rotraud aus katholisch Willeroth“ sich mundartlich über die Nachbarn Karl-Heinz und Hiltrud ausließ und animierte das Publikum, Schokoladen-Osterhasen zu Weihnachtsmännern „umzulutschen“. Das Publikum erfuhr, was ihr Ehegespons Alwin, alles unternahm, um abzunehmen. „Ich brauch keine Schokolade“ und „Zuschauen kann i net“ waren musikalische Beigaben. Frei nach einer Schokoladenwerbung bekannten Song, verabschiedete sich das Ensemble Zartbitter.

Eine Franzose klärt über Deutschland auf
„Theater am Park“ Detlev Schönauer stellt sein neues Programm „Übergerascht“ vor.

Wetterauer Zeitung vom 04.11.2008
Das Motto ist Programm und das Programm ist das Motto „Lachen Sie kräftig“ oder „Lachen ist gesund“ so begrüßt der Hausherr seine Gäste. Ulrich Rhein, künstlerischer Leiter vom „Theater am Park“ will und verspricht Freude und Humor in der Sache, und die „Lachklinik“, eine heitere Alternative zum anstrengenden Kurbetrieb, hält, was sie verspricht.
Nicht ganz ohne Stolz begrüßt Ulrich Rhein den Kabarettisten Detlev Schönauer in Bad Nauheim in der „Lachklinik“ und er hat nicht zuwenig versprochen…
Detlev Schönauer, alias Jaques, der Bistro-Wirt teilt kräftig aus in alle Richtungen. Ob Reich-Ranicki-Persiflage oder die Konstantin-Wecker-Karikatur…
Abschließend dreht Schönauer so richtig auf und hält was er verspricht. Humor vom Feinsten und Lachen bis sich die Balken biegen. Jaques` Sicht auf die Pisa-Studie oder den Geschlechterkampf zeigt deutlich, Komik und Kabarett in Personalunion begeistern das Publikum, das nicht selten den französischen Einsichten zur Kultur der Germanen ausgesetzt war.
Das „Theater am Park“ kann einen vollen Erfolg für sich verbuchen, - die Gäste begeistert, dem Künstler das Loblied.

Praxismuffel in Kur - „Mich heilt keiner“
Solokabarett von und mit Clajo Herrmann – Gelungene Premiere im Theater am Park

Wetterauer Zeitung vom 29.10.2008
Clajo Hermann, die leichtere Hälfte des Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrer(!)kabarett-Duos, nutzt in seinem dritten Soloprogramm wiederum die Möglichkeit, mehr als das Pendant seiner Kollegen von Kanzel und Bühne zu sein und spielt selbst die ganze Palette. Der Frankfurter, Clajo Herrmann, Jahrgang 1955, ehemaliger Gemeindepfarrer, lebt in Aschaffenburg…
In seinem jetzigen Kurprogramm „Mich heilt keiner“ bezeichnet er sich selbst als Praxismuffel. Sein Ding ist es nicht, in irgendeiner Weise eingeengt zu werden. Außerdem fehlt ihm der Wille zur Änderung seiner Gewohnheiten. Er redet sich in Rage über „Hochleistungskranke. Seiner Meinung richtet eine Kur nur Schaden an…
Unter großem Beifall verabschiedete sich Herrmann von seinem Publikum mit den Worten „Bleiben Sie besser gesund; Krankheit ist nur was für Leut`, die sonst kein Hobby haben“. Womit eine gelungene Premiere ihren Abschluss fand.

„Nix als hessisch“
Wetterauer Zeitung vom 23.10.2008
Das Ende war die Krönung für das „Theater am Park“. Die Abschlussveranstaltung „Nemme Se doch emal Ihr Füß hoch“ von und mit Frieder Arndt zum Themen-Wochenende „Nix als hessisch“ war ein gelungenes Finale, hervorragend besetzt und bestens besucht.
Der „alte Knodderer“ ist aber auch ein hessisches Unikum, wenn er sich durch sein eigenes Leben und das seiner Frau Hiltrud babbelt, von den Tiefen erzählt und die Höhen sucht, obwohl es auch irgendwie „schee“ war.
Er will auch „das Hiltrud“ nicht mehr sehen, bis diese in der Türe steht, heimlich das Theater betritt und jetzt dem Abtrünnigen gehörig die Meinung sagt. Eben hat er noch mit Bauchtanzübungen ganz „errottisch und nicht schinant“ den Saal zum Toben gebracht, jetzt muss er klein beigeben, das Weib ist da. Mit Hiltrud wird die Hölle endlich hessisch, und Frieder Arndt und Petra Giesel drehen zum Schluss noch mal richtig, deftig bis herzlich, sich liebend und neckend, aufrichtig und aufgeschlossen gegenüber den Fehlern des Partners, aber immer hessisch-herzlich. Ein voller Erfolg für das Theater am Park.

„Aus dem Leben einer Mittsechzigerin“
Wetterauer Zeitung vom 23.10.2008
Hiltrud alias Petra Giesel, die lieber Kanarienvögel als Kinder um sich hat, wartet auf ihren Ehemann Karl-Heinz und plaudert währenddessen ein wenig aus dem „Nähkästchen“. Sie hat sich mit Karl-Heinz im Kurpark fürchterlich gestritten, weil sie ohne ihn in die Stadt will. Er hat noch den Haushalt zu erledigen, ist er es doch auch, der das große Chaos anrichtet, sei es beim Kochen oder sonst wie. Er muss sich auch ein bisschen Taschengeld dazuverdienen, indem er bei Nachbars hier und da aushilft(…)
Petra Giesel bot beste Unterhaltung und das fast ohne Beiwerk. Ein Mikrofon und ein Recorder fürs Playback genügten. Ihr schauspielerisches und parodistisches Talent, gepaart mit Witz und Temperament, rissen das Publikum zu Ovationen hin. Die Songeinlagen, beispielsweise der Fensterputz-Blues „Karl-Heinz“ frei nach „Sally`s Song“ aus dem Musical „Nightmare before Christmas“ oder die Parodie auf „I want to be loved by you“ waren hinreißend komisch und gesanglich überzeugend. Eine Zugabe war unumgänglich. Danach verabschiedete das Publikum die Komödiantin mit riesigem Applaus.

Susanne Betz brilliert im „Theater am Park“ - Köstlich und kurzweilig
Wetterauer Zeitung vom 22.10.2008
Das letzte Wochenende stand im „Theater am Park“ ganz im Zeichen des Hessischen, nicht des Hochdeutschen. Der Dialekt war angesagt, nicht die Sprache von Goethe, sondern die Sprache von Dabbes und Muffel und Lumbes war gefragt. Das Hessische sollte zu Ehren kommen, ein ungezügeltes Konglomerat verschiedener Dialekte mit starker regionaler Färbung, sodass von einem Dialekt gar nicht gesprochen werden kann. Wenn Susanne Betz in „Vergesse Se Ihr Red net“ ausholt, dann babbelt munter, wie der Schnabel gewachsen ist, Rotraud Reußwig aus katholisch Willerod aus ihrem Leben.
(…) Jetzt ist sie da, allein auf der Bühne im „Theater am Park“ und kann von sich erzählen, durchwandert die Höhen und Tiefen der hessischen Sprache und kommt vom Hundertsten ins Tausendste. (…)
„Vergesse Se Ihr Red net“, eine non-vulgäre Mischung aus dem folkloristischen Heimatgut „Made in Spessart“ ist ein Rundumschlag der hessischen Geschwätzigkeit, liebevoll und warmherzig, herzlich und aufgeschlossen. Wenn sie mit dem Rinderwahn abrechnet, der das menschliche Hirn angreift und folglich für Männer ungefährlich ist, und den Billigflug-Linien selbstironisch die Leviten liest, ist „Dante Rotraud“ in ihrem Element. Köstlich und kurzweilig ist die Stippvisite ins Hessische eine amüsante Alternative zu den Ernsthaftigkeiten des Alltages, für die Gäste im Theater am Park ein wahres Vergnügen.

„Illusion der Sinne“
Wetterauer Zeitung vom 22.10.2008
Das Geheimnis liegt in der Ablenkung. Entertainment ist nicht mehr alles, Unterhaltung will gekonnt sein, und Begeisterung gibt es fast nur noch bei Außergewöhnlichem. Wer sich in Magie versucht, muss begeistern und unterhalten, denn der Zauber des Moments in der Magie will nicht nur durch Ablenkung verpackt sein, auch die Illusion der Sinne zu erzeugen will gekonnt sein. Für Martin von Barabü ist das leicht, denn mit charmanter Selbstironie und herzlicher Direktheit fasziniert der Österreicher mit einem prächtigen Programm, das den Erfolg bestimmt.
Für das „Theater am Park“ und den künstlerischen Leiter Ulrich Rhein ist von Barabü ein Glücksgriff, hat doch das Zwei-Stunden-Programm „Erleben mit Zauber und Spruch“ alle Zutaten clever und smart zu unterhalten.(…)
Das Geheimnis von Barabü, und das macht auch den Erfolg der Veranstaltungen am letzten Wochenende im „Theater im Park“ aus, ist die Leichtigkeit und der Frohsinn, mit dem der Künstler zu Werke geht.(…)
Natürlich liebt er den „frenetischen Begrüßungsapplaus“ oder auch den „ekstatischen Schlussapplaus“, viel wichtiger sind von Barabü jedoch die Überraschtheit des Besuchers oder das Schweigen des Betrachters, wenn dieser sich fragt, wie hat das Kunststück nur funktionieren können.

Auf gut Deutsch: „Wir haben fertig!“
Wetterauer Zeitung vom 15.10.2008
Die deutsche Sprache hat ihre Tücken…. Das Kabarettisten-Duo Evelyn Wendler und Peter Hoffmann vom „Kabarett Kabbaratz“ sind hier einem Mythos auf der Spur, wenn sie sich in den niederen Gefilden des Sprechens bewegen. Es ist die Sprache von Friedrich Schiller und von Thomas Mann und ihre Anwendung nicht selten ein Verbrechen, vor allem, wenn man zu genau dem Sprechenden aufs Maul schaut. Als Gast im „Theater am Park“ ist das Programm „Retter dem Dativ“ eine anstrengende, aber hochgradig unterhaltende Auseinandersetzung mit dem Deutschen und dessen Eigenheiten wie Eigentümlichkeiten….
Die Bestandsaufnahme war Humor vom Feinsten, sinnreich und entlarvend. Dem Deutschen auf der Spur, ist das Programm weniger eine Abrechnung als mehr eine Hommage an die Feinheiten und Sonderheiten, die keine sein wollen….
Ob Wendler und Hoffmann in die Rolle eines streitenden Ehepaares schlüpfen oder mit dem Publikum spielen, Sprache hat etwas mit sprechen zu tun, also mit dem sich Begegnen, und dann wird es zu einem offenen Feld für verbalen Schlagabtausch…

Ein Gedicht für jede Lebenslage
Wetterauer Zeitung vom 08.10.2008
Erich Kästners „Lyrische Hausapotheke“ hält Passendes für Herz- und Seelenleid bereit….
…davon ließen sich jetzt die Zuhörer gern überzeugen, die am Sonntagvormittag ins „Theater am Park“ gekommen waren. Ralf Buchinger hatte eine Auswahl der lyrischen Medizin zusammengestellt, Natella Volkov umrahmte die Lesung mit passenden Melodien aus den zwanziger und dreißiger Jahren musikalisch.
Das „Theater am Park“ im Stil des Art Deco gab den rechten Rahmen für die Kästner-Lesung, die allen Beteiligten sichtlich Freude bereitete, verdienter Applaus für die Vortragenden stand am Ende der gelungenen Veranstaltung.

Bissige Satire in nüchternen Worten
Wetterauer Zeitung vom 07.10.2008
„Der Unterschied zwischen Kabarett und Comedy? Der Comedian macht seinen Job wegen dem Geld, der Kabarettist des Geldes wegen.“ Damit hatte Uwe Spinder schon mal klargestellt, dass er der allgemeinen Verflachung der Comedy-Fernsehunterhaltung trotzen wollte an diesem Abend, an dem er im „Theater am Park“ für eine Premiere sorgte: Politisches Kabarett war Neuland für das kleine Haus und zog mit einem satirischen Blick auf die deutschen Zustände in Politik und Wirtschaft viele Zuhörer an.
Er erzählte von alltäglichen Absurditäten, die ihre Ironie von selbst offenbaren. Da brauchte es gar keine großen Effekte und bemühte, um Lacher ringende Witze; es reichten schon wenige Worte, die Spinder mit Staunen in der Stimme und ausdrucksstarker Mimik vortrug, um zu verdeutlichen, wie absurd ihm Deutschland manchmal erscheint.
Für die politische Zukunft des Landes jedenfalls hatte Spinder keine hoffnungsvolle Prognose: Steinbrück habe in einem Zeitungsbericht versprochen, auch mit der derzeitigen Steuerpolitik sei es möglich, ein kleines Vermögen zu machen - „ja, wenn man vorher ein großes gehabt hat!“…

Berlin ist stets eine Reise wert
Wetterauer Zeitung vom 01.10.2008
Das Theater am Park platzte aus allen Nähten, als am Wochenende an zwei Tagen die Premiere zu „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ stattfand. Das Ensemble „Vox Humana“ mit Harry Delor als Moderator brachte für das Publikum eine musikalische Zeitreise durch das Berlin der letzten 108 Jahre auf die Bühne, die an Schwung und musikalischen Highlights nichts zu wünschen übrig ließ. Wechselnde Kostüme der Künstlerinnen begleiteten den zeitlichen Ablauf von mondän bis modern. Harry Delor berichtete auf schnoddrig-berlinerische Art viel Wissenswertes über Berliner Eigenheiten. Mit einem Berlin-Potpurri und dem Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ ging ein schwungvoller, klangvoller und sehr gelungener Abend zu Ende.

Wilhelm Busch - der „Urvater des Comics“
Wetterauer Zeitung vom 24.09.2008
Wer kennt sie nicht, die Streiche von Max und Moritz? Vor allem diese Lausbubengeschichten haben Wilhelm Busch (1832 bis 1908) berühmt gemacht.
Er veröffentlichte im Jahr 1874 eine Gedichtesammlung, die er in Anlehnung an Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft „Kritik des Herzens“ nannte.
Mit Gedichten aus eben diesem ersten Lyrikbändchen gestaltete Klaus Waldschmidt, der Gründer der Theatergruppe Friedrichsdorf, eine szenische Lesung im Theater am Park. Der Pianist Theo Ruppert stimmte mit der Humoreske für Klavier von Anton Dvorák das Publikum ein und begleitete einfühlsam mit passenden musikalischen Beiträgen von Franz Schubert und anderen das Programm.
Die Gedichte von Wilhelm Busch sind fast alle kleine Geschichten, die Klaus Waldschmidt mit angenehmer Stimme meisterlich in Szene setzte, sodass es eine Freude war, zuzuhören…
Das Publikum erlebte eine vergnüglich-nachdenkliche Matinee mit Versen von Wilhelm Busch, von dem Albert Einstein einmal sagte, er sei „einer der größten Meister stilistischer Treffsicherheit“.

Warten auf ozonkirre Männer
Wetterauer Zeitung vom 24.09.2008
„Frieda Braun“ heißt die Kunstfigur, hinter der sich die Kabarettistin Karin Berkenkopf verbirgt. Mit Lockenwicklern, verborgen unter einem Chiffontuch, das fast prähistorisch anmutet, in Kittelschürze, Jacke und ausgelatschten Schlappen - so präsentiert Karin Berkenkopf ihre sauerländische Hausfrau Frieda Braun. Schon vor dem Auftritt schlappt Frieda durch das Publikum und bietet „Russisch Brot“ an, wobei sie den einzelnen Buchstaben spezielle Geschmackseigenheiten zuordnet.
Und dann scheint „Alles in Butter“ zu sein, als Tante Frieda, wie man sie nennen darf, mit ihrem Einkaufstrolly die Bühne des Theaters am Park betritt. Gerade hat sie ihren Ehemann Erwin verlassen, der seit drei Monaten in Rente ist und ihr seitdem mit seinen Macken auf die Nerven geht. Also hat sie endlich getan, was sie schon bei ihrer Hochzeit, genau genommen schon vor der Hochzeit, hätte tun sollen…
Und so resümiert Frieda im Outfit der 70er Jahre die Macken, die nicht nur Ehemänner an den Tag legen.
Sie nimmt die sprichwörtliche Sturheit der Sauerländer aufs Korn, demonstriert am lebenden Objekt, wie man diese durchbricht, und bezieht damit auch gleich die Hessen ein. Zum Ende fühlt sich Frieda Braun so wohl im gemütlichen Theater am Park….
Frieda Braun alias Karin Berkenkopf eroberte die weiblichen wie männlichen Besucher im Sturm, die ihr mit viel Gelächter und noch mehr Applaus dankten.

Staubwedel und „Cool-down-Gürtel“
Wetterauer Zeitung vom 20.09.2008
Den Staubwedel schwingend betritt Petra Förster als Putzfrau die Bühne, macht hier und da ein wenig Ordnung, gibt zu allen ihren Senf dazu. Sie tratscht querbeet in dieser urkomischen Rolle, beispielsweise, dass ihr Arbeitgeber über ihre Haltung nicht begeistert war, hatte sie doch ein monochromes (einfarbiges) Gemälde mit Chromputz gereinigt!
Als resolute Rentnerin Annegret, die sich vorstellen kann, dass einmal auf ihrem Grabstein statt „Ruhe in Frieden“ - „Liebe, Lust und Leidenschaft haben sie hinweg gerafft“ stehen könnte, ist sie unglaublich überzeugend. Mit grauer Perücke, altmodischem Mantel, Brille, Handtasche und Hut redet sie herrlich unverblümt über Sex im Alter und staatliches Seniorenmobbing…
In ihrem Programm „Mit Herz und Hirn“, einer Zusammenstellung der besten Szenen aus ihrer langen Bühnenkarriere, fasziniert sie das Publikum mit ihren verschiedenen Talenten: ihren schauspielerischen Qualitäten, ihrer verblüffenden Wandlungsfähigkeit, ihrer vielsagenden Mimik und Gestik. Sie spielt eine komplette Diskussionsrunde, schlüpft in verschiedene Rollen und das so überzeugend, dass man fast vergisst, nur eine Person, nämlich Petra Förster, auf der Bühne stehen zu sehen…
Die Kabarettistin Petra Förster wird nicht zu Unrecht als „weiblicher Richling“ bezeichnet. Sie bietet mit intelligenter Beleuchtung ernster Themen köstliche Unterhaltung. Mit skurrilen Bühnenfiguren, ständigen Verwandlungen, schauspielerischer Komik und respektlos-kritischen Kommentaren sorgte die Kabarettistin für einen äußerst unterhaltsamen Kabarettnachmittag im Theater am Park.

Jedes Dippsche hat sei Deckelsche
Wetterauer Zeitung vom 18.09.2008
Das kleine Theater am Park in der Ludwigstraße bietet nicht nur Programme für jeden Geschmack, auch die unterschiedlichen Aufführungszeiten sind reizvoll. So konnte man jetzt (quasi als Frühstückstheater) das Duo „Zartbitter“ erleben. „Jedes Dippsche hat sei Deckelsche“, so die Maxime dieses Vormittags. „Rotraud Reußwig“ alias Susanne Betz aus dem Vogelsberg schaffte sich mit ihrem Blumenkohlmercedes auf die Bühne…
In rotem Blumenkleid mit Jäckchen und Nylonkniestrümpfen nimmt sie auf der Bühne Platz und plaudert witzig und frech in breitem Hessisch mit dem Publikum…
Begleitet wird die kesse hessische Ehefrau von ihrer Partnerin Natalia Freund. Sie bestreitet den musikalischen Teil des Ensembles und begleitet die gesungenen Passagen auf dem Klavier…
Das ganze Stück findet seinen Höhepunkt in einer Tupperparty der besonderen Art, als „Dante Rotraud“ verschiedene Tupperdosen im Publikum verteilt und deren spezielle Funktion erklärt. Danach zieht sie ein Deckelsche nach dem anderen aus ihrem Blumenkohlmercedes und sucht das passende Dippsche dazu…
„Zartbitter“ wie Schokolade, die im Mund zergeht und einen herben Geschmack hervorruft, gelingt es Susanne Betz, die komischen Seiten des „Dippsche“-„Deckelsche“-„Alltags“ einer Beziehung hervorzukitzeln, wobei sie musikalisch virtuos von Natalia Freund begleitet wird.

Lippen schweigen, Bauch spricht
Wetterauer Zeitung vom 09.09.2008
Ausgezeichnet mit der Bronzenen Heilbronner Lorbeere 2005, Gewinner des 2. Platzes im Show-Entertainment-Cup 2004, nominiert für den internationalen Showpreis 2006 brachte er die Gäste des Theaters am Park dieser Tage zum Lachen: Pierre Ruby mit seinem Programm „Ein Bauch voller Narren“ gehört mit zur Creme de la Creme der Bauchredner. Er ist Garant für JMS, die Kurzform für „jede Menge Spaß“, bezieht das Publikum gekonnt und überzeugt in seine Show mit ein.
Und dann sind da natürlich seine Mitstreiter. Das Strichgesicht spricht mit ihm, die brennende Zigarette ist auch sehr eloquent, und die Puppen sind absolut überzeugend und treiben Pierre Ruby immer wieder zur Verzweiflung und die Gäste zum Lachen…
Pierre Ruby begeistert mit Sprachwitz, ein Bonmot folgt dem nächsten, seine Bauchrednerkunst ist perfekt, er ist in der Lage, ohne die geringste Bewegung der Lippen seine Puppen reden zu lassen. Abwechslungsreich, mit lockeren Sprüchen füllt er zwei Stunden, ohne Langeweile aufkommen zu lassen, immer wieder ein neuer Gag garantiert brüllendes Gelächter. Situationskomik und spontane Einfälle machen den Abend authentisch und geben dem Publikum das Gefühl, persönlich angesprochen zu werden…

Frauen sind keine Engel
Wetterauer Zeitung vom 26.08.2008
Man nehme eine gute Portion Karl Valentin, würze mit Kurt Weill, Berthold Brecht und einer Prise Walter Kollo, schmecke ab mit Marlene Dietrich, Margot Hilscher und Johannes Heesters, gieße die Mischung in höchst musikalisch-theatralische Form und lasse sich das erreichte Ergebnis genussvoll auf der Zunge zergehen.
Ganz so einfach haben es sich die „Bösen Glamourösen“ nicht gemacht, als sie ihre bravouröse Zeitreise in die „Wilden 20er“ ersannen. Intensiv haben sich die Sängerin, Musikerin und Tänzerin Iris Lamouyette und die Pianistin Sousanna Dawtjan die Theater-, Kabarett- und Musikgeschichte jener Zeit studiert, um sich ein Musikkabarett auf den Leib zu schneidern, mit dem sie seit Jahren auf Deutschlands Bühnen begeistern. So auch am besonderen Spielort in der Jugendstilstadt Bad Nauheim - ist doch das kleine Theater am Park in der Ludwigstraße 21 im ursprünglichen Art-Deco-Stil eben jener 20er und 30er Jahre wieder hergestellt. Ein doppelter Glücksgriff also, der Theaterbetreiber Ulrich Rhein gelang…
Die Paarung aus Witz, glänzendem Klavierspiel, Theater, Tanz und einer ebenso klassisch ausgebildeten wie jazzig angehauchten Stimme, die unter die Haut geht, lässt auf ein Wiedersehen in Bad Nauheim hoffen - zumal auch das Auge schlemmen darf. Das moderne Alternativprogramm „Die Bösen Glamourösen im Weihnachtsrausch“ böte sich förmlich an…

Humortherapeutische Lebenshilfe
Wetterauer Zeitung vom 25.08.2008
„Wie geht´s und denn heute Abend?“, fragt sie (Evelyn Wendler), geht durch die Zuschauerreihen und ermahnt gerade zu sitzen, die Beine nicht übereinander zu schlagen und nicht zu rauchen. Er (Peter J. Hoffmann) ist ungehalten ob der Bevormundung und zitiert sie zurück auf die Bühne. Er raucht gern, trinkt und isst gern und hält nichts von Diäten und Fitnesswahn… Ein Fünftel aller Frauen hätten mehr als fünf Diäten ausprobiert und es nütze alles nichts. Die einzigen Diäten, die helfen, seien die der Abgeordneten.
Mit schnellen, witzigen und pointierten Dialogen und Monologen mit intelligent verwobenen Satzsequenzen verdeutlicht das Duo „Kabbaratz“ dem Publikum seine Sicht auf das Gesundheitswesen….
Die Krone des Abends aber ist der überspitzte Rückblick aus der Zukunft zweier alter Leute in ihre Vergangenheit - also unsere Zukunft - in bezug auf das Gesundheitssystem…
Mit stilsicheren und niveauvollen Pointen gab das Duo „Kabbaratz“ aus Darmstadt humortherapeutische Lebenshilfe nach dem Motto: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

Vorsicht! Gedankliche Fallstricke
Wetterauer Zeitung vom 22.08.2008
Das „Pianormale Kabarett“ mit Daniel Helfrich aus Scharbach im Odenwald (ein „Zeckenbiss-Eldorado“) war vom Feinsten. Seit 2007 tritt der vielseitige Künstler, Gewinner des 31. Trierer Comedy Slam, mit seinem Piano-Soloprogramm auf und bietet Genuss pur.
„Alle, die da sind, mal die Hand heben“, verlangt er anfangs. Danach greift er in die Tasten und spielt das fetzige Stück „Evolutionspfusch“, mit dem der Materialismus auf die Schippe genommen wird, den Song vom Namensgeber des Herings und ein Lied, das ins Auge geht: „Das gemeine Augenli(e)d“. Er redet über die Rechte der Linkshänder, die ihre Rechte nicht wahrnehmen wollen. Kein Augenblick vergeht, ohne dass Daniel Helfrich nicht ein Wortspiel, einen gedanklichen Fallstrick eingebaut hätte…
Helfrich bot - sich selbst souverän am Klavier begleitend - mit seiner spitzbübischen Art und unglaublich konzentrierten Sprachbeherrschung ein gut inszeniertes bitterböses Programm.

Scharfzüngige Ironie im Plauderton
Wetterauer Zeitung vom 20.08.2008
Locker betritt Frederic Hormuth die Bühne im Theater am Park und beschreibt seine Reise von der Bergstraße nach Bad Nauheim… „Runter kommen sie alle“ heißt Frederic Hormuths Programm.
Hormuth überzeugt mit Witz und scharfzüngiger Ironie, die er im gemütlichen Plauderton und mit Heiterkeit dem Publikum serviert. Er schaut mit Präzision hinter die Vordergründigkeiten und holt alle Überflieger und Abheber wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Alle bekommen sie ihr Fett weg bei dem wortreichen Rundumschlag. Zwischendurch immer wieder Töne am Klavier. Hormuth ist ein beachtlicher Pianist und Songwriter, der das Publikum mit Liedern wie „Lass mich runter“ oder „Fahrstuhl zum Schafott“ begeistert. In Wohnzimmer-Atmosphäre erlebten die Besucher Kabarett; nicht von der Sorte „schon x-mal gehört“, sondern Episoden und Songs um das Thema Größenwahn und Absturz, ein bissiges, heiteres Programm, das seinen Abschluss in der herrlich skurrilen Ode an das „Honigbrot“ fand und mit viel Beifall bedacht wurde. Der Honigbrot und Traubensaftschorle liebende Frederic Hormuth lebt in Heppenheim an der Bergstraße. Er ist mit verschiedenen Kleinkunstpreisen ausgezeichnet worden und seit Ende der 90er bundesweit mit seinen Soloprogrammen unterwegs.

Stimmgewaltige Hommage an den „King“
Wetterauer Zeitung vom 13.08.2008
In original nachgeschneiderten Kostümen und legendärer Tolle, mit jeder Menge Hüftschwung und sprühendem Spaß spannt Kai von Kajdacsy den ebenso stimmgewaltigen wie genussvollen Bogen über 20 Jahre im Musikleben des „King“.
Selbst zu ungewohnt früher Stunde begeisterte der gut aufgelegte Interpret jetzt auch das Bad Nauheimer Publikum im gut besetzten Theater am Park. Ihm zur Seite stand bei der Matinee-Show „Still Alive - The Spirit of Elvis“ mit der Kalli-Velten-Jazzband ein professionelles Ensemble, dessen Mitglieder seit Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Musikrichtungen zu Hause sind - allen voran Kalli Velten an Saxophon und Trompete, Manfred Schelzke am Keyboard, Bassist Friedhelm Jordan, Gitarrist Herbert Knies, Volker Omans am Schlagzeug sowie Sängerin Carola Hachenburger. Tatsächlich braucht es „nur“ große Musikalität, jede Menge Spielfreude und einige fetzige Titel aus den 50ern, bis das Publikum im stilvollen Art-Deco-Theater auf Schwung gebracht war…

Stripperin mit Dauerschnupfen
Wetterauer Zeitung vom 12.08.2008
Regine und Arno Cichowlas konnten das Publikum im Theater am Park mit ihrem Programm bezaubern, das eine Mischung aus Gesang, Theater und Sprechgesang war. Regine Cichowlas ließ in der Show viele unterschiedliche Persönlichkeiten lebendig werden, verwandelte sich von einer Hausfrau, die als Hauptbeschäftigung die Nachbarn beobachtet, in eine „schwarze Witwe“, die ihre Partner tötet, wenn diese sie nicht mehr lieben. Dank der amüsanten Texte war die Aufführung stets humorvoll und löste beim Publikum viel Begeisterung aus: Die Zuschauer gaben immer wieder Szenenapplaus…
So erlebte das Publikum einen schillernden und abwechslungsreichen Abend mit Selbsterkennungswert. Denn jeder entdeckte in der einen oder anderen Figur ein Stück von sich selbst. Am Ende waren sich die Zuschauer einig: „Ein tolles Programm - ein gelungener Abend.“

Gefühlseruption aus dem Vogelsberg
Wetterauer Zeitung vom 07.08.2008
Das Theaterensemble Theodobo, kurz für das „Theater ohne doppelten Boden“, eröffnete die Herbstsaison des Theaters am Park mit einem Kabarettstück über die ganz normale Hausfrau von nebenan, die mit Witz und schwergewichtigem Einsatz für ihren Traum von der großen Bühne der Welt durch so manche kleine Hölle geht.
In einer „Zeit in der Deutschland nur noch aus Topmodels und Superstars zu bestehen scheint“, braucht die Bühne sympathische Schwergewichte wie Markus Karger alias Ursula Kraft aus Stockheim, der mit seinem emotionsgeladenen Minenspiel den Abend zur großen Show machte. Absolut erstaunlich, wie wandlungsfähig und differenziert ausdrucksstark er mit dem Zucken einer Augenbraue oder dem leichten Kräuseln seiner geschminkten Lippen zum Ausdruck brachte, welche Gedanken hinter der rothaarigen Perücke vor sich gingen. Gerd Ungermann als begeisterter Agent, der aus Ursula Kraft die gefeierte Miss Vulkania machen wollte, und Sylvia Oster als immer hochnäsige Managerin ihres Modelkurses, die 50 Euro gegen ihn wettete, dass Ursula nicht gewinnt, standen Karger in nichts nach und boten allesamt Kleinkunsthandwerk erster Klasse.
So machte vor allem die Situationskomik das Stück so sehenswert, etwa die Tapsigkeit bei der Prüfung im Pareo-Verknoten, die Unbeweglichkeit beim „Laufsteg-laufen-und-herablassend-gucken“ („Nee, des mag isch net, nur weil isch hier obbe steh und die Leut da unne sitze bin isch nix besseres“) oder die schwierige Suche nach einem Künstlernamen, die sich aufgrund Ursulas Begriffsstutzigkeit zunehmend verzweifelter gestaltete.

Unvergesslicher Damenabend
Wetterauer Zeitung vom 21.06.2008
Mit „Sauwetter!“ und „Frauen haben keine Cellulite, es sind Hagelschäden!“ stürmt Sandra (Alexandra Ihrig) auf die Bühne, einkaufstaschenbeladen. Sie hat ihre engsten vier Freundinnen zu einem 5-Gänge-Menü eingeladen….
Der Damenabend entwickelt sich jedoch ganz allmählich zum Fiasko und legt Einsichten frei, die ohne einige Gläser Portwein vielleicht nie an die Oberfläche gekommen wären. Mit fortschreitender Zeit droht von der großen Freundschaft der fünf Frauen nichts übrig zu bleiben.
Nach jedem weiteren Telefongespräch werden ungeheure Emotionen freigesetzt. Mit Raffinesse steigert die Kabarettistin Alexandra Ihrig die Spannung. Je mehr sie in Rage gerät, umso ungezügelter tobt sie über die Bühne, springt auf den Tisch, rauft sich die Haare und schleudert wüste Ehrlichkeiten durchs Telefon, die beim Publikum einen hohen Wiedererkennungseffekt haben und immer wieder zu Szenenapplaus führen….
„Damenabend“ - das war eine herrlich fieshafte Geschichte aus der Feder von Clajo Herrmann vom Ersten Allgemeinen Babenhäuser Pfarrerkabarett, der Vollblut-Schauspielerin Alexandra Ihrig und Torsten Stoll als Regisseur…
Alexandra Ihrig war einfach hinreißend gut. Mit unglaublicher Bühnenpräsenz, Spielwitz, agiler Mimik, Temperament und Können begeisterte sie die Zuschauer, die nur ungern und unter nicht enden wollenden Applaus das Theater verließen. Das Theater am Park hat mit dieser Vorstellung ein weiteres Mal das Publikum hervorragend unterhalten.

Ein Tausendsassa - Harry Delor
Wetterauer Zeitung vom 14.05.2008
Der "Parodist des Jahres 2006", der Berliner Harry Delor, lebt in Rosbach, hat aber noch einen Koffer in Berlin, wie er verriet. Er ist heute auf vielen Bühnen zu Hause. Sein Erfolgsrezept ist der "american way of entertainment" - treffsichere Gags, die er mit spielerischer Leichtigkeit vorträgt. Etwa 25 Topstars hat er in seinem Programm, darunter Rocklegenden wie Mick Jagger, Joe Cocker und Bob Dylan, UFA-Stars wie Hans Moser und Theo Lingen oder Showlegenden wie Rudi Carell, Frank Sinatra, Dean Martin.
Die Besucher, die trotz des hochsommerlichen Pfingstwetters den Weg in das schöne kleine Theater am Park gefunden hatten, erlebten eine mitreißende, rasante Show aus Parodie, Comedy und spontaner Animation....
Mit wenigen Requisiten verwandelte sich der Künstler blitzschnell in die verschiedenen Künstler und imitierte nahe am Original die verschiedenen Stimmlagen, den Tonfall, die Mimik und Gestik...
Er animierte das Publikum immer wieder zum Mitmachen, holte sich Zuschauer auf die Bühne. Jeder Situation war er gewachsen, parodierte treffsicher Zurufe aus dem Zuschauerraum und fand im richtigen Moment die richtigen Wort....

Hommage für zwei bedeutende Dichter
Wetterauer Zeitung vom 02.05.08
Kurt Tucholsky und Erich Kästner standen im Mittelpunkt der Vorstellung des Theater am Park. Monica Keichel präsentierte neben literarischen Auszügen kritisch-heiter prickelnde Geschichten der beiden großen Literaten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Musikalisch wurde sie dabei von Natella Volkov am Klavier unterstützt...
In der Pause konnten sich die Besucher im sonnigen Hof vor dem Theatergebäude in der Ludwigstraße 21 mit diversen Getränken erfrischen, um anschließend die literarischen Erinnerungen an Erich Kästner zu genießen....
Liebevoll, heiter und besinnlich, fast zärtlich trug Monica Keichel die Texte der Literaten vor, mimisch und gestisch ausdrucksstark. Natella Volkov spielte am Klavier Stücke aus der Zeit von Paul Linke, Eduard Künnecke oder den Comedian Harmonists, fein abgestimmt auf die Texte, schwungvoll-heiter und besinnlich trafen die musikalischen Einlagen den richtigen Ton. Eine gelungene Hommage an zwei bedeutende Dichter der deutschen Literatur.

Theater am Park erwartet 1000. Besucher
Wetterauer Zeitung vom 18.04.08
Wenn sich am Sonntag, dem 20. April 2008, um 15:30 Uhr der Vorhang im Theater am Park zur Kabarettvorstellung "Frauenklischees & Weibsbilder" mit Markus Karger und Sylvia Oster hebt, kann das Team vom Theater am Park zugleich auch den 1000. Besucher (oder Besucherin?) willkommen heißen. Der oder die Glückliche werden an diesem Nachmittag zudem mit zwei Freikarten für die nächste Veranstaltung im Theater am Park überrascht.

Verhängnisvolle Affären über Kreuz
Auszug aus der Wetterauer Zeitung vom 13.04.2008
Im Theater am Park hob sich kürzlich der Vorhang zum ersten Theaterstück. Das Schauspiel "Fisch zu viert" wurde von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer bereits vor dreißig Jahren geschrieben. Mit schwarzem Humor, Ironie und Spannung wurde "Fisch zu viert" zu einer der meist gespielten Kriminalkomödien auf deutschen Bühnen. Jetzt hat sich das Freie Projekttheater Agora dieser liebenswürdig-altmodischen Krimi-Komödie angenommen, die im Jahre 1838 im Märkischen bei Neuruppin spielt...
Geheimrat Heckendorf hinterließ drei Töchtern (gespielt von Christa Wagner, Kersten Michel und Sabine Weigandt) ein beachtliches Vermögen. Seit dreißig Jahren steht Kammerdiener Rudolf (Wieland Arnold) den drei Schwester zu Diensten. Jetzt steht es gesundheitlich nicht mehr zum Besten für ihn, und er möchte - solange er noch kann - auf eine Weltreise in wärmere Gefilde gehen. Dazu braucht er Geld, das er gedenkt, bei den Damen einzufordern....
Das Bühnenbild mit wechselnden Requisiten wurde mit viel Liebe zum Detail geschaffen, auch die Kostüme waren ansprechend... Kurzum: Es war ein heiterer, unterhaltsamer Abend im Theater am Park.

Demnächst gibt´s eine Condomeria im Vatikan
Wetterauer Zeitung vom 02.04.08
Wahrhaft königliche Unterhaltung wurde dieser Tage von den "Queens of Splees" geboten. Schon das Äußere der beiden Künstlerinnen gab Anlass zum Schmunzeln...
Connie Webs in königlicher Fülle mit knallrot gefärbtem Haar war ein Hingucker, dem man sich nicht entziehen konnte, wogegen Claudia Brendler, blond und grazil, in schmalem Rock und Leoparden-Pumps auffiel. Mit Witz und Ironie, in flottem Tempo und großteils musikalisch untermalt, brachten die Comedians ihr Publikum in allerbeste Stimmung...
Schlag auf Schlag bringen die Kabarettistinnen einen Knaller auf den nächsten...
Schallendes Gelächter und stürmischer Applaus waren den "Queens of Spleens" sicher, und bestens gelaunt verließ das Publikum das kleine Theater am Park.

Eine seltene Sternstunde des Varietés
Wetterauer Zeitung vom 28.02.08
TV-Star Trude Herr trifft TV-Star Heinz Erhardt im "Theater am Park" so die Überschrift in der Wetterauer Zeitung vom 28.02.2008
Wenn zwei TV-Stars - in diesem Fall aus den späten 50er und 60er Jahren - aufeinandertreffen, kann das ins Auge gehen. Nämlich dann, wenn sie sich gegenseitig im Weg stehen oder die Schau stehlen wollen. Beim Trude-Herr-Heinz-Erhardt-Nachmittag im "Theater am Park" war das nicht der Fall. Im Gegenteil: Wieland Arnold von der Theatergruppe "agora" alias Heinz Erhardt und Markus Karger vom "theodobo" Büdingen als singende und tanzende schwergewichtige Trude Herr ergänzten sich aufs Beste und lösten im voll besetzten Saal immer wieder Lachsalven mit entsprechendem Zwischenapplaus aus...
"Ich wollte ja eigentlich persönlich erscheinen, aber jetzt bin ich doch lieber selbst gekommen." Mit diesen Worten betritt Arnold alias Heinz Erhardt die Bühne... Dem Herrn aus Dorn-Assenheim, der dem Vorbild nicht im mindesten ähnlich sieht, gelingt es bereits nach wenigen Minuten, das Original vergessen zu lassen.
Gleiches gilt für Markus Karger alias Trude Herr. Das komische Naturtalent aus Büdingen löst schon durch sein pures Erscheinen, durch seine Körperfülle, seinen Kölschen Dialekt Heiterkeitsstürme aus. Und der Mann kann sehr gut singen wie auch tanzen....
Nach frenetischem Applaus verabschiedeten sich Arnold und Karger mit noch´n paar Gedichten und Conny Froboess´"Zwei kleine Italiener".

Kabarettistisches Spitzenniveau im "Theater am Park"
Wetterauer Zeitung vom 22.02.08
"Trotz des sonnigen Winterwetters wieder ausverkauftes Haus im "Theater am Park". Diesmal zum Programm der kreativen Ausnahmetalente Faber und Guth....
Mit einem wahren Feuerwerk an Pointen und mit hinreisender Mimik spielten sich die beiden sympathischen Komödianten in die Herzen des Publikums. Umwerfend auch die Einlage - die Opernarie über das Leid des Familienvaters, der von seiner Frau erbarmungslos durch sämtliche Etagen von Ikea getrieben wird...
Satirisch überspitzt jagen die Dialoge das Publikum von einer Lachsalve zur nächsten.
Es gab viel Szenenapplaus für unerwartete Pointen an diesem Nachmittag,und nach zwei Stunden nicht enden wollendem Beifall für ein unglaublich gutes Programm mit satirischem Tiefgang, dem als Zugabe noch ein fantastisches musikalisches Medley folgte.

Babbel net
Auszug aus der Wetterauer Zeitung vom 05.02.08
Kennengelernt haben sich Hiltrud und Karl Heinz auf dem Maskenball, und seit er begriffen hat, "dass die gar net maskiert is", liegen sie sich täglich in den Haaren; dem Ausdruck "wie ein altes Ehepaar" wurde von den beiden Schauspielern Petra Giesel und Frieder Arndt auf gut hessisch alle Ehre erwiesen, und kein böser Witz über das langjährige Eheleben fehlte in ihrem Programm "Babbel net!", das im ausverkauften Theater am Park dem Zuhörer vor Lachen die Tränen in die Augen trieb...
Garniert war der zweistündige Schlagabtausch mit musikalischen Einlagen, die die beiden performten - teil sogar mit eigenen Texten versehen. Da gab es "Ich will keine Schokolade" und "So schön kann doch kein Mann sein" sowie internationale Schlager, die sie auf herrlich witzige Art in Szene setzten. Mal hatte Hiltrud dabei den Part des genervt-gequälten Gesichtsausdrucks, mal Karl Heinz; was neben aller gespielten ehelichen Normalität auch das Können der beiden Schauspieler unterstrich...
Als perfekt geeignet für das kammertheatralische Programm erweist sich das neue kleine, aber feine "Theater am Park", das solchen Kabarettstücken mit seinem gemütlichen Ambiente den richtigen Rahmen bietet.

Auszug aus der Wetterauer Zeitung vom 26.01.2008
"Die Kurstadt ist seit einigen Tagen um eine Spielstätte reicher und verfügt jetzt über eine wunderschönes Theater im Stil des Art-Deco....
Bei Sekt und Häppchen feierten die Gäste die Eröffnung des neuen Theaters. Ulrich Rhein, Gründer des Theaters, konnte als Vertreter des Magistrats der Stadt Bad Nauheim die Stadträte Sigrid Bourdain und Günter Neubauer begrüßen sowie Ulrich Schlichthaerle nebst Mitarbeiter vom Stadtmarketing sowie Kulturamtsleiter Johannes Lenz und Andrea Strauß von Erlebnis Bad Nauheim...
Vorhang auf! hieß es dann zur Premierenvorstellung mit dem "Vox-Humana-Ensemble"... Unter dem Titel "Die Goldenen zwanziger Jahre" erlebten die Zuschauer im ausverkauften Haus eine musikalische Zeitreise....
Zum Abschluß des amüsanten Nachmittagsprogramms, einer Mischung aus Gesang, Klavierspiel und Sprechkunst, wohldosiert und mit jeder Menge Geist und Können gewürzt, bedankte sich das Ensemble bei Ulrich Rhein mit einer köstlichen kleinen Inszenierung. Er wurde auf die Bühne gebeten, auf einen Stuhl plaziert, und die Damen umgarnten ihn singend mit "Du hast Glück bei den Frau´n Bel Ami". Ein witziger Einfall, der gut ankam. Eine gelungene Premiere, die Lust macht auf mehr.
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